Was ist User Experience (UX) Design?

Der Begriff User Experience (UX) hat im Wortsinne das Ziel, dem Nutzer das bestmögliche Erlebnis während der Interaktion mit einer Software zu verschaffen. Er umfasst die Disziplinen Usability, User Interface (UI) Design und User Research.

UX Design besteht aus UI, Usability und User Research

User Experience (UX) wird manchmal missverstanden mit einer schönen Softwareoberfläche. Diese ist unbestritten Teil einer guten UX, es gehört jedoch viel mehr dazu. Sie schlüsselt sich hauptsächlich in die folgenden drei Bereiche auf.

User Research

Ohne den Nutzer und seine Bedürfnisse und Problemstellungen zu kennen, kann man keine gute User Experience entwickeln. Es ist wichtig sich tief in die Zielgruppe hinein zu fühlen um darauf basierend Entscheidungen treffen zu können:

  • welche Funktionen wichtig sind.
  • welche Devices genutzt werden.
  • welche Einschränkungen und Erwartungen die Zielgruppe hat.

Wichtige Tools für User Research sind:

  • Persona-Entwicklung (Prototypisches Nutzerprofil)
  • Qualitative Nutzerbefragung
  • Quantitative Nutzungsstatistiken

Usability

Usability bezeichnet grob gesagt, wie einfach und intuitiv eine Software zu benutzen ist. Das hängt von verschiedenen Einflussfaktoren ab. Diese sind wie folgt definiert:

  • Effektivität
    Je besser der Nutzer durch das Interface geführt wird, desto effektiver kann er es benutzen. Effektiv heißt in dem Fall, dass der Nutzer sein Ziel ohne Probleme erreichen kann. Die Führung wird durch klare Beschreibungen und eindeutige Aktionen erzielt.
  • Effizienz
    Je schneller der Nutzer sein Ziel erreichen kann (Zeit, Klicks, Taps), desto effizienter ist das Interface
  • Fehlertoleranz
    Es ist unrealistisch, dass ein Interface so perfekt konzipiert ist, dass kein Nutzer mehr Fehler bei der Bedienung macht. Daher ist es notwendig, etwaige Fehler abzufangen, indem man sie bspw. rückgängig machen kann, um Frustration zu vermeiden.
  • Prognostizierbarkeit
    Es ist wichtig, dass der Nutzer prognostizieren kann was passiert, wenn er mit dem Interface interagiert. Das bedeutet, dass man bekannte Muster in der Interfacegestaltung nicht in falschen Kontexten benutzt.

User Interface

Das User Interface ist die Ausprägung aller vorangegangenen Überlegungen. Es dient dazu, den Inhalt in einer ansprechenden und ästhetischen Art und Weise abzubilden.

Dazu nutzt es:

  • Typographie
  • Farbe
  • Formen
  • Layout
  • Bilder & Illustrationen
  • Animationen
  • Interaktionen

Durch den Einsatz dieser Mittel entsteht ein Gesamtbild, welches dem Nutzer auf verschiedenste Art und Weise hilft:

  • Hierarchie
    Der Nutzer kann zwischen primären, sekundären und tertiären Informationen und Interaktionen unterscheiden: die Wichtigkeit wird akzentuiert.
  • Marke
    Durch ein auf die Marke abgestimmtes Erscheinungsbild wird der Bezug zur Marke verstärkt.
  • Accessibility
    Durch eine kontrastreiche Farbgebung sind Inhalte auch für ältere oder seheingeschränkte Menschen erkennbar.
  • Ästhetik
    Ein ansprechendes Interface lässt den Nutzer positive Gefühle zum Interface entwickeln. Er benutzt es “gerne”.

User Experience

Man kann erkennen, dass alle drei Disziplinen aufeinander aufbauen und ineinander verzahnt sind. Daher ist es für eine begeisternde User Experience unerlässlich, alle Bereiche parallel zu bearbeiten.